FC Sand fegt den TSV Aubstadt mit 5:0 aus dem  Seestadion


FC Sand - TSV Aubstadt 5:0 (1:0)


Landesliga Nord

 

Nur eine Halbzeit lang konnte der  TSV Aubstadt beim FC Sand mithalten, musste allerdings zu einen recht ungünstigen Zeitpunkt unmittelbar vor dem Pausenpfiff das 1:0 hinnehmen.  Im zweiten Spielabschnitt waren die Grabfelder überfordert und bestätigten in aller Deutlichkeit, warum sie einschließlich der Partie in Sand  von ihren letzten neun Spielen acht verloren und einmal nur ein Unentschieden spielten.

Zur Entschuldigung des TSV Aubstadt muss gesagt werden, dass die Gäste verletzungsbedingt auf mehrere für sie wichtige Stammspieler verzichten mussten und im Seestadion mit einer stark verjüngten Truppe antraten. Doch auch beim FC Sand mussten Spieler wie Marco Mahler und Lucas Biskup ersetzt werden. Ihre gleichwertigen Vertreter Matthias Hoff und Sebastian Schwab waren jedoch mehr als nur Ersatz.

Wie nicht anders zu erwarten überlies  der TSV Aubstadt dem FC Sand von Beginn an das Mittelfeld und zog um seinen Strafraum herum einen tiefgestaffelten Abwehrring auf. Die  Hausherren bestimmten dadurch zwar das Spiel, doch taten sie sich schwer, die entscheidende Lücke zu finden. Lediglich ein schöner Heber von Bernd Pankratz senkte sich gefährlich auf das Gästetor (8. Minute) und beim 18-Meter-Knaller von Stefan Krines stand TSV-Torwart Christian Mack goldrichtig, um den Schuss die Wirkung zu nehmen.

Mit zunehmender Spieldauer erhöhte der FC Sand den Druck auf das Gästetor ohne aber, weil oft das letzte Zuspiel nicht ankam,  an Durchschlagskraft zu gewinnen. Nur noch sporadisch kamen die Grabfelder aus ihrer Spielhälfte heraus. Ihre aufflackerten Ansätze, wie der Schussversuch in der 5. Minute von Karim Yefsah wie die zwei, drei schnellen Antritte von Patrick Kirsten.

Insofern lebte das Spiel von der Sander Überlegenheit im Mittelfeld und von einigen Standarts. In der 34. Minute konnte Gästetorhüter Christian Mack mit viel Glück einen aufgelegten Freistoß von Daniel Rinbergas gerade noch zur Ecke ablenken. Sein Gegenüber im Heimtor, Andreas Muckelbauer, musste zwei Minuten später bei einen 22-Meter-Freistoß von Jan Schneider nachfassen und in der 43. Minute hatte Sand nochmals Glück, dass Sebastian Schwab einen Scharfschuss von Jan Schneider, der in den Torwinkel gezischt wäre, mit den Kopf gerade noch übers Tor lenken könnte. Wahrscheinlich wegen eines Brummschädels musste Schwab nach der Pause in der Kabine bleiben.

In der 45. Minute ging der FC Sand schließlich in Führung. Der Aubstädter Versuch, den Schuss von Bernd Pankratz abzuwehren misslang. Das Leder fiel Fabian Benkert genau vor die Füße, der die Ruhe und Übersicht behielt, sich die Ecke aussuchte und zum 1:0 einnetzte.

Nach der Pause spielte der FC Sand noch einen Tick engagierter als zuvor und bezog nun auch das Flügelspiel mit ein. Die Gäste hingegen bauten sowohl gedanklich als auch konditionell immer mehr ab. Weil die Begegnung zu einseitig war konnte von einem guten Spiel kaum die Rede sein.

Nach dem 2:0 in der 51. Minute fiel der TSV Aubstadt vollends in sich zusammen. Ein von Stefan Krines getretener Eckstoß wurde vom Gästeschlussmann Christian Mack offenbar unterschätzt. Profiteuer war der am zweiten Pfosten lauernde Matthias Strätz, der mit einem wuchtigen Kopfball erfolgreich abschloss.

Die Schwarz/Weißen setzten nach und in der 71. erhöhten sie auf 3:0. Torschütze war  Matthias Hoff, der aus gut 18 Metern einen Flachschuss abfeuerte, der nicht unhaltbar im Aubstadter Tornetz einschlug.

Auch beim nächsten Sander Treffer half die überforderte Gästeabwehr durch mehrer Querschläger in den eigenen Reihen tatkräftig mit. Am Ende hatte der Sander Torjäger Fabian Benkert keine Mühe um in der 76. Minute den Spielball per Kopf zum 4:0 im leeren Gästetor unterzubringen.

Das 5:0 in der 78. Minute war das schönste Tor des Tages, denn es wurde von den Albert-Schützlingen mit einen herrlichen Spielzug zwischen Stefan Krines und  Matthias Hoff wunderbar herausgespielt und von Fabian Benkert in der 78. Minute im Nachsetzen ebenso souverän abgeschlossen.

Statistik zum Spiel:

 

FC Sand:

Muckelbauer – Rinbergas – Strätz, Nöthling, Schwab (ab 46. Min. Thomann) – Pankratz, M. Hoff, St. Krines. B. Hoff – Häcker (ab 65. Min. Klauer), Benkert (ab 79. Min. Dürrbeck).

TSV Aubstadt:

Mack – Wagenschwanz, Gabold, Kirsten, Schmidt – Holzheimer (ab 46. Min. Wachner), Omert (ab 72. Min. Prediger), Heim, Yefsah Reinhardt, - Schneider.

Schiedsrichter: Karl-Heinz Doneff (DJK Weingarts)

Zuschauer       : 250

Torfolge          : 1:0 Benkert (45.), 2:0 Strätz (51.), 3:0 M. Hoff (71.), 4:0 Benkert (76.), 5:0    

                           Benkert (78).

Stimmen zum Spiel:

 

Wolfgang Hau (Trainer des TSV Aubstadt):

Wir waren in der ersten Halbzeit kompakt und gut gestanden und haben nur wenig zugelassen. Auch hatten wir zwei, drei gute Gelegenheiten, selbst in Führung zu gehen. Doch genau wie im letzten Jahr mussten wir  unmittelbar vor dem Pausenpfiff das unglückliche 1:0 hinnehmen. Als wir dann auch noch das 2:0 kassierten, war das Spiel praktisch schon gelaufen. Uns fehlen schon seit Wochen verletzungsbedingt für unser Spiel wichtige Spieler. Heute musste ich z. B. drei Achtzehnjährige aufbieten. Wenn man dagegen die Qualitäten des FC Sand, der Spieler mit Regional-, Bayern und Landesligaerfahrung hat, dann wird unser Spiel verständlich. In der Abwehr müssen wir wieder sattelfester werden. Und dann bräuchten wir halt wieder einmal ein Erfolgserlebnis, damit meine Mannschaft wieder  Selbstvertrauen bekommt.

 

Erwin Albert (Trainer des FC Sand):

Es war in der ersten Halbzeit nicht einfach gegen eine Mannschaft zu spielen, die in oder um ihren Strafraum herum einen so defensiven Abwehrring aufbaut. Der TSV Aubstadt machte dadurch die Räume sehr eng, so dass wir uns trotz deutlicher Überlegenheit sehr schwer taten. Zusätzlich hatten wir in unserem Spiel zu viele Fehler, weil der letzte oder vorletzte Ball nicht konsequent gespielt wurde. Zum Glück konnten wir noch vor der Pause das 1:0 erzielen. Im zweiten Durchgang hatten wir dann die Räume und nutzten sie auch.Nach unserem 2:0 war das Spiel praktisch bereits entschieden, denn der TSV Aubstadt hatte nicht mehr die Kraft zur Gegenwehr.



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