Heimnimbus des FC Sand geknackt

ASV Hollfeld gewinnt im Seestadion mit 1:0

Ein Tor, das im Anschluss an einen Freistoß von Johannes Veth per Kopfball erzielte wurde, reichte dem ASV Hollfeld, um den FC Sand die erste Heimniederlage beizubringen. Trotz guter Tormöglichkeiten der Hausherren brachten die kampfstarken Hollfelder mit Glück und Geschick ihren knappen Vorsprung über die Zeit  und nahmen somit nicht unverdient drei Punkte mit nach Hause.

Vom Anpfiff weg lieferten sich der FC Sand und der ASV Hollfeld ein gutes und schnelles Spiel. Die Gastgeber hatten dabei spielerisch leichte Vorteile, doch der ASV Hollfeld hielt mit Kampf und Einsatzfreude dagegen. Und die gut eingestellten Gäste waren gefährlich wie ein Kopfball von Florian Stenglein in der 14. Spielminute zeigte. Nur mit einen Reflex konnte der Sander Torhüter Andreas Muckelbauer seine Mannschaft vor einem Rückstand bewahren. Die Heimelf antwortete ihrerseits durch Bernd Hoff, dessen satter 25-Meter-Schuss jedoch eine Beute des guten Gästekeepers Daniel Freiberger wurde.

Das Spiel des FC Sand war optisch gut anzusehen, doch im Spiel nach vorne fehlte die Durchschlagskraft. Die ASVler Abwehrspieler David Schwarz und Michael Taschner kümmerten sich hautnah ausschließlich um die Sander Spitzen Fabian Benkert und Dominik Klauer und nahmen ihnen somit weitgehend die Schärfe.

Ein zunächst harmlos einzustufender Freistoß 35 Meter vor dem Sander Tor an der rechten Außenlinie führte schließlich in der 25. Minute zum 0:1 für den ASV Hollfeld. Der Ball war lange in der Luft um sich zu orientieren, doch die gesamte Abwehr des FC Sand kam nicht an den Ball sondern der dahinter lauernde Johannes Veth, dessen Kopfball im Sander Netz einschlug. „Da hat unsere Zuordnung überhaupt nicht gepasst“, kommentierte Trainer Erwin Albert nach dem Spiel diesen vermeidbaren Gegentreffer.

Im Spiel selbst hatten seine Schützlinge mehrere ausgezeichnete Möglichkeiten, den Rückstand wieder wett zu machen und selbst in Führung zu gehen. Eine 1000prozentige bot sich Lukas Biskup, der nach einer Klauer-Flanke vollkommen frei fast auf der Torlinie stehend das Leder nicht im gegnerischen Tor unterbrachte (31.). Wenige Minuten später versuchte sich Marco Mahler aus etwa 18 Metern mit einer Direktabnahme, sein Schuss  landete jedoch genau in den Fangarmen des Gästetorhüters Freiberger. Dieser hatte in der 36. Minute erneut das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite, als er auch den aus etwa zehn Metern abgefeuerten scharfen Ball von Bernd Pankratz gerade noch mit einer Fußabwehr klären konnte. Auch Dominik Klauer probierte es, hatte aber zweimal ebenfalls keinen Erfolg.

Um die Wende im Spiel herbeizuführen, setzte der FC Sand seinen Gast nach der Pause  durch noch schnelleres Kombinationsspiel weiter unter Druck. Doch bei Kontermöglichkeiten  hatten Michael Fuchs (49.), der am gut reagierenden Andreas Muckelbauer scheiterte,  und Johannes Veth (52.), der nur das Außennetz traf, weitere sehr gute Einschussmöglichkeiten für Hollfeld.

Auf der Gegenseite erhöhten die Schwarz/Weißen weiter die Schlagzahl und drängten den Gegner in der verbleibenden Spielzeit fast ausschließlich in seine eigene Spielhälfte zurück. Der ersehnte Ausgleichstreffer wollte jedoch nicht fallen. Gute Chancen dafür waren vorhanden, doch der Scharfschuss von Daniel Rinbergas (60.) verfehlte sein Ziel ebenso knapp wie der von Marco Mahler (62.).  Gute Möglichkeiten boten sich auch Dominik Klauer und Fabian Benkert, doch brachten die Gäste immer wieder ein Bein dazwischen. Zu allem Überfluss hatten die Gastgeber Pech, dass nach einem herrlichen Spielzug Bernd Hoff nur das Lattenkreuz traf (65.).

Der ASV Hollfeld kam nur noch sporadisch aus seiner Abwehr heraus, doch seine Konter waren nicht ungefährlich. Meistens verschleppten sie jedoch geschickt das Spiel, wozu ihnen alle Mittel und auch körperbetonter Einsatz mit kleinen Fouls, die zu Spielunterbrechungen führten, recht waren.

Sands Trainer Erwin Albert handelte und brachte mit Matthias Hoff, Sebastian Thomann und Fabian Dürrbeck frische Kräfte für die Aufholjagd. Doch trotz allem Bemühens konnte sich seine Mannschaft nicht entscheidend durchsetzen.  Auch wenn ein Teil der heimischen Zuschauer kurz vor Spielschluss noch einen Handelfmeter forderten, brachte der  ASV Hollfeld mit hohem kämpferischen Einsatz seinen knappen Vorsprung über die Zeit und konnten somit nach dem Abpfiff einen überraschenden Auswärtssieg im Sander Seestadion feiern.

 

Statistik zum Spiel:

FC Sand:

Muckelbauer – Rinbergas – Strätz, Nöthling – Pankratz (ab 79. Min. Dürrbeck), St. Krines (ab 68. Min. Thomann),  Mahler, Biskup (ab 58. Min. M. Hoff), B. Hoff – Klauer, Benkert.

ASV Hollfeld:

Freiberger – Weiß – Mich. Taschner, Schwarz – Fuchs, Markus Taschner, Hollfelder, Martin Taschner, Eberlein – Stenglein (ab 88. Min. Bezold), Veth (ab 75. Min. Heißenstein).

 

Schiedsrichter: Michael Winkler (TSV Rittersbach)

Zuschauer       : 450

Tor                  : 1:0 Veth (25.)

Verwarnungen: B. Hoff, St. Krines (beide FC Sand)

                          Mich. Taschner, Markus Taschner, Stenglein, Martin Taschner (alle ASV

                           Hollfeld)

 

Stimmen zum Spiel:

Heiko Gröger (Trainer des ASV Hollfled):

Wir wussten um die Stärke der Sander Mannschaft in ihrem eigenen Seestadion, wollten aber dennoch einen Punkt mitnehmen. Das es drei geworden sind, ist um so schöner. Ich glaube, unser Sieg ist auch nicht unverdient, denn neben dem 0:1 hatten wir noch weitere gute Möglichkeiten, das Ergebnis auszubauen. Wir wussten, dass wir in Sand nur eine Chance haben, wenn jeder meiner Spieler über sich hinauswächst und seine Aufgabe hundertprozentig positionsgetreu erfüllt. Das hat meine Mannschaft hervorragend umgesetzt. Der Sieg freut mich für meine stark ersatzgeschwächte Truppe, die sich dieses Erfolgserlebnis erkämpft hat.

 

Erwin Albert (Trainer des FC Sand):

Es war klar, dass wir irgendwann auch einmal zu Hause Punkte lassen werden. Das es gerade im Spiel gegen Hollfeld passierte, war unnötig wie ein Kropf. Das Tor darf einfach nicht passieren, denn es gibt eine klare Zuordnung bei Standartsituationen, aber der Torschütze stand bei seinem Kopfball vollkommen frei. Dann liefen wir den Rückstand hinterher. Noch vor der Pause hatten wir zwei, drei Riesenmöglichkeiten zum Ausgleich, die wir aber nicht reinmachten. In der zweiten Halbzeit haben wir Druck auf den Gegner aufgebaut, der bei Kontern aber gefährlich blieb. Umso länger das Spiel dauerte, umso schwerer wurde es für uns. Die Punkte, die wir heute verloren haben, müssen wir uns nun auswärts wieder zurückholen.

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